Der Weblog vom Haflingerhof Olymp

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Strindberg Mai 29, 2008

S t r i n d b e r g

geboren am 4. April 2000

Vater: Statist – Strumer – Stereo

Mutter: Celia – Salut – Serfaus

Züchter: Josef Scheickl

Als wir uns den Traum vom eigenen Stall erfüllten, rückte auch der Wunsch nach einem Jungpferd, das ich selber ausbilde, wieder ans Licht. Also begaben wir uns auf die Suche nach einem dreijährigen, rohen Haflinger, der Hercules möglichst ähnlich sein sollte, damit mein Mann die beiden vor die Kutsche spannen kann. Allerdings stellte sich das als Problem dar, da die meisten schon 2 1/2-jährig angeritten werden. Dann erfuhren wir von einem kleinen Züchter in Kirchberg, der seinen Pferden ihre Jugend lässt, bis sie vier sind. Und bei ihm fanden wir dann unseren Strindberg, einen 2 1/2 jährigen Hengst mit wunderbarer Doppelmähne und traumhaften Gängen.

Strindberg  

Strizzi – wie Strindberg von uns genannt wird – wurde dann kastriert und zog vier Wochen später bei uns ein. Die Machtkämpfe mit Hercules dauerten circa ein Jahr und gingen immer glimpflich aus, es fehlten höchstens Mal ein paar Haare, verletzt wurde nie einer der beiden. Strindberg genoss bei uns noch ein Jahr seine Jugend - dann wurde er spielerisch auf sein Leben als Reitpferd vorbereitet. Er ging mit meinem Mann und Hercules oft als Handpferd ins Gelände, wo er sich als ausgesprochen nervenstark entpuppte – weder große Lastwagen, noch Traktoren oder Rennräder brachten ihn aus der Ruhe. Leider hat sich das im Laufe der Jahre etwas verschlechtert und wir arbeiten deshalb oft an seiner Schreckhaftigkeit.

Strindberg

Strizzi ist sehr gelehrig und arbeitet gern mit, er liebt aber wie alle Pferde die Abwechslung. An drei Tagen hintereinander nur longiert zu werden findet er langweilig und er sucht sich dann meist selber etwas Spannenderes. Sei es die Stuten zu ärgern oder auch uns, wenn er wieder mal den Offenstall oder die Fressstände umbaut.

Viele Leute bewundern Strindbergs Mähne – ich empfinde sie eher als Albtraum, zumindest was die Pflege anbelangt. Selbst mit den wunderbaren Pflegesprays von Leovet braucht man um die gesamte Mähne zu kämmen mehrere Stunden, ich teile das meist auf drei Tage auf, weil Strindberg nicht stundenlang still stehen kann/will.

Ansonsten ist Strizzi aber ein absolutes Sauberpferd, seine Box ist immer am schnellsten gemacht, da er nur in eine Ecke mistet. Auch würde sich Strizzi niemals im Schlamm wälzen, er sieht meist wie frisch geputzt aus.

Im März 2003 begann Strindbergs Ausbildung, ich longierte ihn einige Male mit Kappzaum und dann hatte er wieder ein Jahr Pause – mein Sohn Dominik kam auf die Welt.

Ich beschränkte die Arbeit auf das Gewöhnen an Sattel und Trense und ging so mit ihm spazieren oder er ging als Handpferd ins Gelände.

   

Ein Jahr später ging es dann mit der Longierarbeit weiter, Strizzi hatte nichts verlernt und kannte alle Kommandos, als hätte er in der Zwischenzeit nichts anderes gemacht. Ich begann dann auch, mich über seinen Rücken zu legen, vorsichtig aufzusteigen und Martin führte mich bei den ersten Schritten auf meinem Pferd.

Da ich durch meine Schwangerschaft etwas aus der Übung war, nahm ich ein halbes Jahr lang Unterricht bei Elke Haberleitner auf ihrer wunderbaren Vollblutstute Suleika.

 

Ich ließ mich dann einige Male auf Strindberg longieren, er war dabei immer sehr ruhig und gelassen, wenn er unsicher war, blieb er stehen. Da er vom Longieren die Stimmkommandos sehr gut kannte, konnte ich sie gut mit den Gewichts- und Schenkelhilfen verbinden und Strindberg lernte sehr schnell.

Die ersten Runden im Viereck ohne Longe verliefen auch sehr zufriedenstellend, Schritt – Trab und später auch Galopp waren kein Problem, ich ritt viele Übergänge und arbeitete  an unser beider Kondition und am Takt.

Natürlich kam auch meine Reitlehrerin Elke Haberleitner zu mir und half mir bei der Ausbildung von Stizzi. Damit sie besser mit Strindberg arbeiten konnte, stellte ich ihn eine Woche lang auf Schloss Gurhof.

Mit Hilfe meines Mannes baute ich auch Trabstangen und Cavaletti in die Viereckarbeit ein, damit Strizzi sich nicht langweilte. Beim Ausreiten fühlte sich Strindberg nicht sonderlich wohl, weder allein noch in Begleitung von Hercules. Durch meine lange Reitpause konnte ich ihm die nötige Sicherheit wohl nicht geben und so ging er meist als Handpferd mit Martin ins Gelände.

Während meiner zweiten Schwangerschaft hatte Strindberg wieder “Reit”-Pause und er wurde nur vom Boden aus gearbeitet. Neben der Longierarbeit versuchten wir uns an der Doppellonge oder an der Arbeit am Langen Zügel.

Damit Strindberg auch während meiner Schwangerschaft weiter ausgebildet wird, hat Timo Denner mit ihm gearbeitet. Er hat sich auf die Aus- und Weiterbildung von Haflingern spezialisiert, bildet aber auch Pferde anderer Rassen aus.

  

      

     

Nach der Geburt unserer Tochter Nicole fehlt mir aber die Zeit, um Strindberg regelmäßig zu arbeiten, und so entschloss ich mich, ihn für seine weitere Ausbildung zu Timo zu stellen. Mehr darüber ist unter “Strindberg bei Timo Denner” zu lesen.

 Strindberg und Timo

 

 
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